Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   23.11.15 16:32
    ich bin gespannt, wie es
   4.12.15 23:12
    Geht die Story noch weit

http://myblog.de/alkohol-und-manie

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der Anfang vom Ende

Mitte August kamen die beiden vom Flughafen zurück. Anna kam mit dem Auto. Es war ein schöner Tag und ich war im Garten, als die beiden ankamen. Ich hab mich riesig gefreut, die beiden wiederzusehen. Ich konnte als nächstes sofort sehen wie schlecht Anna aussah. Sie hatte rote Augen und wirkte fahrig.
Ich wollte Erik in den Arm nehmen, er hatte keine Lust. Naja, Vierjährige halt.
Als ich dann Anna umarmte und küssen wollte, drehte sie den Kopf von mir weg.
Ich sagte ihr, sie muss sich nicht wegdrehen, ich habe die Fahne bemerkt.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen.
Was sollte ich jetzt sagen, wie mich verhalten? Keine Ahnung...
Sie fuhr doch wirklich etwa 2 Stunden auf der Autobahn mit unserem Kind und ist dabei nicht unwesentlich angesoffen.

Wir holten das Gepäck rein, Anna ging früh ins Bett.
Ich schaute im Wohnzimmer am Abend Fußball, nachdem Finn im Bett war und hörte Anna immer wieder oben im Schlafzimmer rumwerkeln. So schnell schlief sie wohl doch nicht.
Am nächsten Morgen, Anna war einkaufen, schaute ich in der bekannten Kommode nach, wieder Wein.
Nach dem Einkauf waren es am Nachmittag wieder andere Flaschen.
Okay, wir müssen reden!
Ich wartete bis zum Abend, damit Finn nichts mitbekommt. Anna kam auf die Terrasse, wirkte nicht gesund und angetrunken.
Das Gespräch war in etwa so:

Ich: dir geht's überhaupt nicht gut, oder?
Sie: Ja
Ich: und du trinkst wieder?
Sie: Ja
Ich: wo genau bist du? Ich habe den Eindruck, du schwankst zwischen Manie und Depression.
Sie: ich weiß es nicht
Ich: hast du Angst, dir was anzutun?
Sie: ich weiß es nicht
Ich: brauchst du Hilfe? Was willst du tun?
Sie: ich weiß nicht. Was würdest du tun?
Ich: sofort im psychiatrischen Krankenhaus anrufen und fragen, ob ich als Notfall aufgenommen werden kann
Sie: Ja, mach das bitte.

Und so rief ich dort an. Anna bekam noch am späten Abend ein Bett.

Ich hatte Angst. Angst, dass sich alles wiederholt. Angst, dass es dieses Mal noch schwieriger wird. Angst, dass unsere Familie zerbricht.
Ich war aber auch froh und zuversichtlich. Anna hat die Warnzeichen ihrer Krankheit erkannt und zeigt den Willen, sich helfen zu lassen. Vielleicht wird ja alles wieder gut!?

Wird es nicht.
Und es sollten noch mir vorher unvorstellbare Dinge geschehen...
24.11.15 21:47
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jane / Website (4.12.15 22:12)
Geht die Story noch weiter?
Lieben Gruß

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung